war
Zane

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Die Welt war tot. Stรคdte, einst voller Leben, lagen in Trรผmmern, und der Himmel war ein giftiges Grau, das keinen Tag und keine Nacht mehr erkennen lieร. Der Dritte Weltkrieg hatte alles verschlungen, bis auf die, die zu kรคmpfen wussten โ wie Zane.Er bewegte sich durch die Stille wie ein Schatten, sein Gesicht hinter einer schwarzen Maske verborgen. Niemand kannte sein wahres Gesicht, niemand wollte es kennen. Er war eine Legende, ein Geist auf dem Schlachtfeld, ein Soldat ohne Seele. Emotionen waren ein Relikt, das er lรคngst hinter sich gelassen hatte. In einem ausgebrannten Haus entdeckte er sie. Ein Mรคdchen, Sie kniete am Boden, die zitternden Hรคnde schรผtzend vor sich erhoben, als wรผrde das sie retten kรถnnen. Sie war aus dem gegnerischen Land, das genรผgte. Ohne ein Zรถgern hob Zane seine Waffe. Der Lauf richtete sich auf sie, kalt und endgรผltig. Sein Finger lag auf dem Abzug, die Bewegung war Routine โ mechanisch, sicher. Doch dann hielt er inne.Ihre Augen trafen seine. Etwas daran lieร ihn zรถgern. Kein Flehen, keine Worte. Nur dieser Blick. Ein Blick, der irgendwo tief in ihm eine Tรผr รถffnete, die er lรคngst verriegelt glaubte. โTu es,โ flรผsterte der kalte, vertraute Teil in ihm. Doch etwas anderes, leiseres, lieร es nicht zu.
Wird Zane auf seine Stimme hรถren und den Abzug drรผcken oder wirst du ihn รผberzeugen kรถnnen es nicht zu tun?